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Geschrieben von: Bernd Schmidt   

Geschichte 

Das Radmarathon-Fahren in Norddeutschland hat schon eine längere Tradition. Bereits in den ersten beiden Jahren der Super-Cup-Serie des Bundes Deutscher Radfahrer waren Nord-Veranstalter dabei. 1990 wurden 315 km in Elmshorn gefahren, Veranstalter waren gemeinsam die Vereine des Radsportverbandes Schleswig-Holstein unter der Leitung von Bernd Schmidt.
Im Jahre 1991 waren dann die Hamburger Vereine unter der Leitung von Günter Kröker an der Reihe. In der Folge gab es immer wieder Super-Cups in Schleswig-Holstein.
So 1994 in Oeversee als „Super-Cup zwischen den Meeren" in der Regie von Heimo Guschlbauer und Bernd Schmidt und 1996 der „Ostsee-Cup" in Heiligenhafen vom Radsport-Team Lübeck, wo jeder Hügel Ostholsteins mitgenommen wurde.
1998 und 1999 ging es dann um den K.E.R.N.- Radmarathon des Rendsburger Bicycle-Club, bevor im Jahre 2000 der RSC Oeversee noch einmal gemeinsam mit dem RSV Husum an der Reihe war.
Der BDR-Super-Cup ist natürlich das Highlight der Radtouren-Saison und zieht besonders viele Gäste nach Schleswig-Holstein. Die meisten Super-Cup-Veranstaltungen finden allerdings im Süden der Republik statt und so haben die Norddeutschen durch ihre Randlage erhebliche Belastungen vor und nach dem Rad fahren in Kauf zu nehmen. Dadurch wurde der Ruf nach einem norddeutschen Betätigungsfeld immer größer...

Diesem Wunsch kamen 1999 drei Vereine nach. Die RG Kiel, schon seit 1997 „normaler" Radmarathon-Veranstalter, gründete gemeinsam mit zwei weiteren Vereinen die Veranstaltergemeinschaft „Holstein-Marathon-Cup". Die Veranstaltungen „Rund in Holstein – per Rad" der RG Kiel, die „Südholstein-Tour" des RV Trave Bad Oldesloe und der „Holsteiner Wellenritt" des RSC Kattenberg über jeweils 220 km gründeten die erste eigene norddeutsche Radmarathon-Serie. 1999 mussten noch alle drei Radmarathons gefahren werden, um ein eigens für diese Serie hergestelltes Trikot zu erhalten. Als Hauptsponsor der ersten Stunde machte sich Ullrich Langbehn aus Wedel verdient, der sofort nach bekannt werden der Serie seine Unterstützung zusagte. Als Co-Sponsoren konnten die Annoncen-Avis, die auch eine Presse-Begleitung vollzog, die Krankenkasse GEK und PEUGEOT gewonnen werden. Im ersten Jahr erhielten 46 „Marathonis" zu einer eigens für diesen Zweck herbeigeführten Präsentation im Radsporthaus Langbehn ihr Trikot überreicht.

Für das Jahr 2000 kamen mit dem RV Endspurt Hamburg, dem RSC Oeversee, dem ABC Wesseln und der RG Wedel vier neue Veranstalter hinzu, der RV Trave fiel hinaus. Da war der Organisationsaufwand einer Serie schon wesentlich größer und es waren auch nicht mehr nur Holsteiner Veranstalter dabei. Das war die Geburtsstunde des NordCup. Es wurde ein für alle Veranstaltungen einheitliches Logo und eine gemeinsame Auszeichnung kreiert. Von den sechs Radmarathons mussten Vier für das Trikot gefahren werden. Das schafften 81 Marathonis, die ihr Trikot wieder im Radsporthaus Langbehn überreicht bekamen, der sich als alleiniger Sponsor der Serie verdient machte.
Die Organisation wurde immer professioneller. Mittlerweile hatten wir ein gemeinsames NordCup-Serien-Logo, das Alexander Bülk entwickelte. Sein Bruder Nikolaus Bülk fertigte uns mit seiner Firma nms-internet einen kostenlosen Internet-Auftritt. So waren fortan unter www.nordcup-radmarathon.de alle Informationen zu erhalten. Einer der, wie sich später herausstellte, wichtigsten Schritte in der Weiterentwicklung der Serie. Und wir einigten uns auf einen gemeinsamen NordCup-Flyer und auf eine gemeinsame Marathon-Rückennummer.

Im Jahre 2001 kamen noch einmal zwei Veranstalter hinzu. Die RG Hamburg und der RSV Husum komplettierten das Veranstalter-Feld und jetzt mussten schon fünf der acht Radmarathons für das mittlerweile begehrte NordCup-Trikot, das Alexander Bülk zum ersten Mal designte, erfahren werden. Das schafften 75 „Marathonis" und wie schon in den Jahren zuvor war Ullrich Langbehn Hauptsponsor der Serie und in seinem Geschäft in Wedel wurde die feierliche Überreichung vollzogen.

Das Jahr 2002 brachte bei den Veranstaltern keine Veränderungen. Wohl aber bei den Sponsoren. Die Firma Bicycles, mit ihrem Super-Shop in Hamburg unter der Leitung von Lars Michel, wurde neuer Hauptsponsor der Serie. Die Fa. Lipton Ice-Tea sponserte den Veranstaltungs-Flyer und überreichte den Veranstaltern Produkt-Spenden. Auch in diesem Jahr mussten wieder fünf der acht Radmarathons gefahren werden und das erreichten 80 „Marathonis", die ihr Trikot in einer feierlichen Veranstaltung bei Bicycles in Hamburg in Empfang nehmen konnten.

2003 ging die Serie  in ihr fünftes Jahr. Wir waren wieder bei sechs Veranstaltern, da die RG Wedel und der RSC Oeversee sich auf ihre normalen Radtourenfahrten konzentrieren wollten. Jedoch gestaltete sich die Sponsoren-Suche in diesem Jahr besonders schwierig. Mündliche Zusagen wurden nicht gehalten und das Trikot stand lange Zeit auf der Kippe. Die Veranstaltungen liefen derweil in dem gewohnten Rhythmus mit der bewährten Qualität und die "Marathonis" zeigten weiterhin Standfestigkeit. Mindestens vier Marathons mussten absolviert werden und das schafften immerhin 76 Dauerfahrer.
In buchstäblich letzter Minute haben wir mit B.O.C. doch noch einen Hauptsponsor gefunden. Auch PEUGEOT ist noch ein Mal in die Bresche gesprungen und hat einen großen Teil mitfinanziert. In einem feierlichen Zeremoniell wurden die Trikots, die auch zu einem Teil von Biemme gesponsert wurden, Anfang Januar 2004 in der neuen Filiale der Peugeot Hanse GmbH an der Hamburger Automeile im Nedderfeld den erfolgreichen Radlern übergeben.

Die sechste NordCup-Saison im Jahr 2004 wird mit sieben Veranstaltern fortgesetzt, da Oeversee wieder dabei ist. In diesem Jahr muss nicht um das NordCup-Trikot gezittert werden. B.O.C. und Bicycles sind als Hauptsponsoren in die Serie eingestiegen. Der NordCup wird jetzt wesentlich professioneller. Der Hauptsponsor sorgt mit einem umfassenden Werbe- und Marketing-konzept für steigende Teilnehmerzahlen. Die Veranstalter setzen durch gezielte Umsetzung des Konzeptes den Hauptsponsor ins rechte Licht. Weiterhin optimiert wurde der Internet-Auftritt, der nach wie vor von nms-internet gestaltet wird. Mit der Online-Anmeldung wird den Veranstaltern eine enorme Hilfe an die Hand gegeben und den Teilnehmern das Anmelde-Verfahren erleichtert.
Es ist das Jahr der Rekorde. Bei allen Veranstaltungen gibt es Teilnehmerrekorde, in Bordesholm sind es sogar über 190 Marathon-Starter. Und bei einer schönen Abschlussparty mit fast 400 Besuchern im neuen B.O.C.-Store in Hamburg-Harburg erhielten 159 Finisher ihr Trikot.

Planungssicherheit brachte die Saison 2005. Mit den bewährten Veranstaltern und den beiden Sponsoren B.O.C und nms-internet ging es in die siebte NordCup-Saison. Leider litt die ganze Saison unter dem schlechten Wetter, wodurch es zu einem Rückgang von 30% bei den Teilnehmerzahlen kam. Und trotzdem gab es mit 120 Finishern ein sehr akzeptables Ergebnis, die ihr Trikot im neuen B.O.C.-Store in Hamburg-Wandsbek erhielten.

2006 war ein schwieriges Jahr und es ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Mit der RSG Mittelpunkt Nortorf gab es einen neuen Veranstalter, der die RG Kiel ersetzt hat. Die Veranstaltungen sind einwandfrei durchgeführt worden. Aber nach dem Rückzug von BOC ist es uns in diesem Jahr nicht gelungen, für einen adäquaten Ersatz zu sorgen. So haben wir in Husum mitgeteilt, dass wir kein Trikot hinbekommen. Darauf hin gab viele enttäuschte Reaktionen; mit Verständnis aber auch mit Enttäuschung. Es gab aber auch Vorschläge und einen Vorschlag, der öfter genannt wurde, haben wir aufgegriffen. So haben wir in Wesseln versprochen: "Wenn ihr 10 Euro dazu bezahlt, dann bekommen wir das hin!" Und selbst das war schwierig. Aber egal, versprochen war versprochen. Mit einer Unterstützung vom Trikothersteller "Redvil" und einer kräftigen Zuzahlung der Veranstalter hat es dann gepasst.
Doch das Seuchenjahr ging weiter. Es gab erhebliche Schwierigkeiten mit der Trikot-Herstellung; aus den verschiedensten Gründen. So zog sich das und zog sich das. Und als fast alle schon den Glauben verloren hatten, wurden sie dennoch geliefert. Fast ein Jahr später als ursprünglich gedacht. So wurden die Trikots 2006 dann gemeinsam mit den Trikots 2007 an die erfolgreichen Finisher ausgegeben.

Schwierigkeiten mit den Trikots gab es 2007 nicht. Der Radsportbekleidungshersteller JEANTEX wurde als Hauptsponsor für die Serie gewonnen. Und das war ein guter Griff, denn JEANTEX hat einen positiven Image-Transfer. Es entwickelte sich eine sehr gute Zusammenarbeit, die JEANTEX veranlasste, bereits frühzeitig die Partnerschaft um drei Jahre zu verlängern. Das wurde bei der Finisher-Veranstaltung bei Finisher Sport in Fockbek, die als Co-Sponsor ebenfalls neu dazu kamen, bekant gegeben. Während dessen lief der Sport in den gewohnt professionellen Bahnen. Die Veranstalter sind gleich geblieben. Bei den Veranstaltungen in Poppenbüttel, Nortorf und Kaltenkirchen gab es einen Promotion-Auftritt von JEANTEX. Die Veranstaltungen waren nicht sooo gut besucht, wir hatten aber auch meist bedenkliches Wetter zu vermelden. Mit der erfolgreichen Trikot-Verleihung, bei der die 100 Finisher ein wirklich schönes Trikot erhalten haben, wurde der Grundstein für eine tolle Saison 2008 gelegt.

Mit einer Steigerung der Teilnehmerzahlen von über 30% gegenüber dem Vorjahr war der JEANTEX-NordCup 2008 - unter der Berücksichtigung der Anzahl der Veranstaltungen- die bisher erfolgreichste Serie. Mit 964 Finishern wurde die magische 1000er Grenze nur knapp verfehlt. Eindeutig Schuld daran war das katastrophale Wetter beim letzten Radmarathon in Kattenberg, welches mehr als die nur fehlenden 36 Teilnehmer von einem Start abhielt. Der neue NC-Veranstalter RV Schleswig- kurzfristig für den ausgeschiedenen RSC Oeversee eingesprungen- erlebt eine glänzende Premiere. Die weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Titelsponsor des NordCup, JEANTEX, und dem Co-Sponsor Finisher Sport drückte sich auch in der Teilnehmeranzahl der gut besuchten Abschlussveranstaltung im Hause von Finisher Sport aus, wo JEANTEX wiederum ein hervorragend gelungenes Finisher-Trikot präsentierte, welches von allen Anwesenden uneingeschränktes Lob erhielt. Für 2009 wird es ein Novum geben: Einen Mitternacht-Radmarathon, der Bestandteil der Supercup-Serie des BDR ist.

Mit über 1243 Radmarathon-Finishern wurde  2009 das zweite Mal die magische 1000er Grenze geknackt - und das souverän. Und es hätten locker über 1300 Veranstaltungsfinisher werden können, wenn nicht das Wetter - dieses Mal traf es die Nortorfer (Rund um den Mittelpunkt) - wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Der kurzfristig in die Serie aufgenommene Mitternacht-Radmarathon hat als Supercup viele auswärtige Radsportler angelockt und damit auch gezeigt, dass diese Veranstaltung durchaus das Potenzial hat, zu einem Klassiker zu werden. Bemerkenswert ist auch die Anzahl der Super-Finisher, die  - trotz einer zusätzlichen 8.Veranstaltung- enorm angestiegen ist.

Die NordCup-Serie 2010 begann wenig verheißungsvoll. JEANTEX, unser Titel- und Trikotsponsor der letzten drei Jahre, verkündete plötzlich das Aus seiner Aktivitäten für alle von JEANTEX gesponserten Veranstaltungen. Dank  RSV SH-Präsident B. Schmidt konnte binnen kurzer Zeit die Firma Prolog Cycling Wear als neuer Sponsor gewonnen und so die Serie nahtlos fortgesetzt werden. Vom Wetter gebeutelt war in diesem Jahr der ABC Wesseln. Mit nur insgesamt 88 Finishern wurden deren Hoffnung auf einen neuen Teilnehmerrekord "vom Winde verweht" oder genauer gesagt vom Sturm verblasen. War schon im vergangenen Jahr die Anzahl der Super-Finisher angestiegen,gab es in diesem eine erneute Steigerung.

 
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